Späte Erlösung: Die Redstars gewinnen in der Overtime

Nach schwachem Start kämpften sich die Redstars am Samstag gegen den HC Münchenbuchsee-Moossedorf zurück. In der Overtime schoss Schwaller das entscheidende 3:2 für die Obergerlafinger.

Es ist eine der Grundmaximen, die in jedem Einführungskurs für Wirtschaft doziert werden: «there is no such thing as a free lunch», zu deutsch sinngemäss «nichts ist umsonst.» Am Samstag musste der SC Obergerlafingen lernen, dass diese Weisheit auch im Eishockey gilt.

Während die Gäste von Anfang an aufs Tempo drückten, nie stehen bleiben und hinter jeder Scheibe nachjagten, wollten es die Redstars etwas gemütlicher angehen. Nach dem Motto «nume nid gschprängt» starteten sie ganz gemächlich in die Partie. Dass sie zur Pause nur mit 0:1 in Rückstand lagen, war vor allem Torhüter Schneeberger zu verdanken.

Erst nach einer lauten Pausenpredigt von Coach Michel Mouther kamen die Gastgeber in die Gänge. In der 31. Minute war es schliesslich Bruno Schwaller, der Roman Borners Weitschuss unhaltbar ablenkte und so den Ausgleich erzielte. Nach dem schwachen Auftritt im ersten Drittel, hatten die Redstars im zweiten Abschnitt Pech. Sie trafen den Pfosten, ein Tor wurde - zu Recht - aberkannt, während den Gästen auf kuriose Weise das 1:2 gelang.

Im letzten Drittel schoss Oliver Burri nach nur 31 Sekunden der Ausgleich. Aber den Siegtreffer vermochten die Redstars trotz zahlreicher Chancen in der regulären Spielzeit nicht mehr zu erzielen.

In der Verlängerung traf Schwaller zum 3:2 und holte damit den Extrapunkt für sein Team.

«Nichts ist umsonst». Jenes Wirtschaftstheorem gilt eben auch für Tabellenführer. Ohne Einsatz können die Redstars keine Punkte gewinnen.

Der SC Obergerlafingen bleibt an der Tabellenspitze, punktgleich mit dem ersten Verfolger, dem EHC Grächwil.