Schmerzliche Niederlage im Spitzenkampf

Der SC Obergerlafingen verliert den Spitzenkampf gegen den EHC Zuchwil Regio mit 6:4. Nach einer fairen Partie mussten die Redstars ihren Traum vom Gruppensieg begraben. Zumindest vorerst.

Es war ein Stich ins Herz. Ein Schlag ins Gesicht. Ein Tritt in den Hintern. Als Oliver Ingold den EHC Zuchwil keine zwei Minuten vor Spielende mit 4:5 in Führung schoss, drohte der Traum vom Gruppensieg für den SC Obergerlafingen zu platzen. Mit sechs gegen vier Feldspieler versuchte das Heimteam in den verbleibenden Sekunden noch einmal alles, um dem fallenden Damoklesschwert zu entrinnen. Ohne Erfolg. Das 4:6 von Stefan Brand war letztlich nur der Zuckerguss auf dem Grabstein der Redstars.

Mit viel Engagement und Willen starteten die Redstars in das Derby. Neuzuzug Marc Allemann brachte das Heimteam in der neunten Minute nach einer schönen Kombination kaltblütig in Führung. Dann aber brachten sich die Obergerlafinger mit vielen Strafen aus dem Konzept und gerieten ins Hintertreffen. Beim Stand von 1:3 ging es in die erste Drittelpause. Im zweiten Abschnitt gingen die Gäste aus Zuchwil sogar mit 1:4 in Führung. Doch der SCO, der am Samstag von Andreas Weber gecoacht wurde, zeigte Charakter und steckte nie auf. Durch die Tore von Charles Rieben und Christoph Loosli gelang den Redstars im zweiten Drittel der Anschluss. Und nachdem sich Dimitri Mattle in der 43. Minute den Puck vor dem Tor des EHC Zuchwil erkämpfte und zum 4:4 ausglich, war wieder alles offen. Letztlich hat es aber doch nicht geklappt.

Es waren Kleinigkeiten, welche dieses Spiel entschieden haben. Eine Strafe zum ungünstigsten Zeitpunkt, ein unglücklicher Gegentreffer, ein verschossener Penalty, Pfostenschüsse. Diese und andere Kleinigkeiten machten zum Schluss den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage. Spielerisch konnten die Redstars ihrem Gegner jederzeit Paroli bieten.

Im Gegensatz zum ersten Derby verlief diese Partie überaus fair und ohne Gehässigkeiten. Das lag zum einen an den Spielern beider Teams, aber auch das Schiedsrichterduo lieferte eine tadellose Leistung ab. Die Referees boten mit einer rigiden Linie gegenüber beiden Mannschaften bis zum Schluss keinen Platz für Entgleisungen.

Den Spitzenplatz mussten die Redstars am Samstag wieder abgeben. Die Chancen auf den angestrebten Gruppensieg sind jetzt nur noch theoretischer Natur. Allerdings: jedes Spiel dauert 60 Minuten, mathematisch ist noch alles möglich und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ;-)