Erster Sieg im zweiten Heimspiel

SC Obergerlafingen vs. HC Münchenbuchsee-Moosseedorf 7:6 n.V. (3:2, 0:3, 3:1)

Nachdem der SCO letztes Wochenende die erste Niederlage kassierte, fand er diesen Samstag gegen den HC Münchenbuchsee wieder auf die Siegesstrasse zurück. In einem emotionalen Spiel mit einem Gegner, welcher hart an der Grenze des Regulären spielte, gewann der SCO nach einer tapferen Aufholjagt mit 7 zu 6 nach Verlängerung.

Der SCO startete verhalten in die Partie und eröffnete dem HCM früh erste Möglichkeiten. Diese dienten jedoch als Weckruf und so konnte der SCO je länger das Drittel dauerte das Spielgeschehen übernehmen. Dies führte dann auch dazu, dass der Gegner die erste Strafe nehmen musste, welche durch Noel Morgenthaler bereits nach 12 Sekunden in Überzahl ausgenützt werden konnte. Der SCO schien nun die Partie in den Griff zu bekommen und dominierte den Gegner. Als der HCM eine weitere Strafe nehmen musste, waren alle Weichen auf das zweite Tor für den SCO gestellt. Der SCO konnte sich schnell im Drittel installieren, verlor jedoch an der blauen Linie die Scheibe und so konnte der HCM durch einen Konter in Unterzahl ausgleichen. Davon liessen sich die Spieler des SCO jedoch nicht aus dem Konzept bringen und nutzten die gleiche Strafe noch um den Eintorvorsprung durch eine herrliche Kombination zwischen Bruno Schwaller und Charles Rieben wieder herzustellen. Dies gab dem SCO zusätzliche Sicherheit und spätestens nach dem 3 zu 1 durch Christoph Loosli hatte der subjektive Betrachter das Gefühl, dass der SCO hier einen ungefährdeten Sieg einfahren sollte. Dieses Gefühl änderte sich auch nicht, als dem HCM im ersten Drittel noch der Anschlusstreffer gelang.

Offenbar hatten auch die Spieler des SCO dieses Gefühl und verteidigten nicht mehr so konsequent. Dies ermöglichte dem HCM mehr Schüsse auf das Tor zu bringen. Wie es im Sport und im Eishockey besonders ist, kann das Momentum schnell drehen und so gelangen dem HCM innerhalb der ersten 10 Minuten des zweiten Drittel drei Tore und der SCO lag zur Spielmitte trotz Überlegenheit mit zwei Toren zurück. In dieser Zeit musste der SCO auch den Ausfall von Charles Rieben, welcher einen komplizierten Bruch des kleinen Finger erlitt, hinnehmen. Dadurch wirkte der SCO nun verunsichert und die Partie drohte zu entgleiten. Ironischerweise brachte eine 4 Minütige Unterzahl wieder die gewünschte Stabilität und Sicherheit zurück ins Spiel des SCO. Diese konnte innerhalb des zweiten Drittels zwar nicht mehr in einen Torerfolg umgemünzt werden, jedoch waren die Spieler des SCO wieder im Bewusstsein, dass das Spiel gewonnen werden kann.

Im dritten Drittel kam der SCO mit dem Vorsatz aus der Kabine, das Spiel noch zu drehen und war dementsprechend energiegeladen. Die Energie konnte der SCO zu Beginn jedoch noch nicht richtig kanalisieren und so gelang dem HCM Anfangs des dritten Drittels ein weiterer Treffer zur 3 zu 6 Führung für den HCM. Dies spornte den SCO jedoch weiter an noch mehr Einsatz zu geben und der HCM musste immer wieder auf körperliche Attacken zurück greifen, welche leider durch das das zum Teil überforderte Schiedsrichtergespann nicht unterbunden wurden. Die Spieler des SCO liessen sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen und erzielten zwei Minuten nach dem Gegentreffer ein Treffer durch Christoph Loosli. Durch einen kuriosen Treffer gelang Christoph Loosli kurz vor Mitte des dritten Drittels sogar noch der Anschlusstreffer. Loosli konnte von der Seite aus alleine auf das Tor ziehen und wurde dabei regelwidrig gelegt. Auch der Spieler des HCM fiel dabei und rutsche schlussendlich mitsamt der Scheibe in das Tor. Von nun an spielte quasi nur noch der SCO und der HCM versuchte durch gezielte Attacken auf Schlüsselspieler wie Loosli den Sieg über die Runden zu bringen. Kurz vor Ende des Spiels nahm der SCO den Torhüter raus und versuchte mit 6 Feldspielern den Ausgleich doch noch zu erzielen. Nun war der Druck für den HCM definitiv zu gross und so musste ein Spieler des HCM die Scheibe im eigenen Torraum für den bereits geschlagenen Torhüter blockieren. Dies zieht automatisch einen Penalty nach sich, welcher wiederum Christoph Loosli eiskalt verwandelte und dem SCO so die Verlängerung ermöglichte.

In der Verlängerung wird jeweils mit 3 gegen 3 Feldspielern gespielt und dies bevorteilt jeweils die läuferisch und spielersich bessere Mannschaft. Als dann der HCM eine weitere Strafe kassierte konnte Ronny Kamber den siegbringenden Treffer erzielen und dem SCO den Zusatzpunkt sichern. 

 

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